Presse-Information vom 13. Januar 2026

Kita Elfenwiese: Verlagerung der Kinderbetreuung mit Integrationsschwerpunkt in zwei benachbarte Integrations-Kitas im Sommer 2026

Hintergrund

Die Elbkinder bekämpfen seit 2018 mit Hilfe von Fachleuten und unterschiedlichsten Maßnahmen den wiederkehrenden Befall durch Marder und Mäuse in der aufgrund des Gebäudealters stark sanierungsbedürftigen Kita Elfenwiese. Die Tiere leben, schlafen und entsorgen sich in dem Raum zwischen Dach und Innendecke der Gruppenräume. Es riecht sehr unangenehm. Leider beeinträchtigt dieses Problem inzwischen deutlich nicht nur den Kita-Alltag, sondern auch die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder und Mitarbeitenden.

Ohne eine aufwändige und wirtschaftlich eindeutig nicht tragbare Dach- und Fassadensanierung ist das Problem jedoch langfristig nicht lösbar, dies wurde umfassend baufachlich durch die Bauabteilung der Elbkinder geprüft.

Die Dach- und Fassadensanierung sowie die erforderliche ganzheitliche Sanierung könnten nicht im laufenden Kita-Betrieb durchgeführt werden: Alle Kinder müssten für die Dauer der mehrmonatigen Bauarbeiten ohnehin in einer anderen Kita betreut werden – mit allen Herausforderungen, die zwei Umzüge mit sich bringen würden.

Nach gründlicher Abwägung und mit Blick auf die Sicherheit und das Wohlbefinden von Kindern und Mitarbeitenden trafen die Elbkinder im November die Entscheidung, den Standort Elfenwiese zum Schuljahr 2026/27, also zum 1.9.2026, zu verlassen, und das Betreuungsangebot auf zwei andere Integrations-Kitas in der Region, die Integrations-Kita Baererstraße und die Integrations-Kita Schneverdinger Weg, zu verlagern.

Über die Verlagerung ihres Standorts und die Weiterbetreuung der Kinder an den zwei benannten Standorten informierten die Elbkinder die Eltern der Kita Elfenwiese schriftlich bereits am 24.11.2025 und auf einer Elternversammlung am 3.12.2025 persönlich, wo Hintergründe der Entscheidung erläutert und Fragen beantwortet wurden. Die Eltern sind also mit langem Vorlauf informiert worden.

Welche Optionen haben nun die Familien und Mitarbeitenden der Kita Elfenwiese?

Aufgrund der bereits erforderlichen Auslagerung einiger Gruppen in die Integrations-Kita Baererstraße besuchen aktuell noch 58 Kinder die Kita Elfenwiese und es sind noch 24 Mitarbeitende dort beschäftigt.

Die Teams der Integrations-Kitas Elfenwiese, Baererstraße und Schneverdinger Weg begleiten die Familien aufmerksam beim Übergang in die neuen Kitas. Aktuell können sich die Eltern der Integrations-Kita Elfenwiese die beiden "neuen" Integrations-Kitas anschauen, um eine Wahl für den kommenden Sommer zu treffen.

Die Mitarbeitenden sind für Träger und Familien gleichermaßen ein wertvoller Bestandteil des Kita-Alltags und können selbstverständlich weiterhin bei den Elbkindern arbeiten. Aller Voraussicht nach werden die meisten Team-Mitglieder gemeinsam mit den Kindern in die Integrations-Kitas Baererstraße und Schneverdinger Weg wechseln.

Wie ersetzen die Elbkinder den besonderen Schwerpunkt der Kita Elfenwiese?

Die Kita Elfenwiese ist eine von 114 integrativ arbeitenden Elbkinder-Kitas. Das Team der Kita Elfenwiese verfügt über langjährige Erfahrung in der Bildung und Betreuung auch von schwer betroffenen Kindern. Es ist den Elbkindern ein wichtiges Anliegen, auch zukünftig verlässlich und mit ihren qualifizierten Fachkräften für die Kinder und Familien der Kita Elfenwiese und auch für weitere Familien mit schwer betroffenen Kindern da zu sein. Deshalb werden die Elbkinder gemeinsam mit dem interdisziplinären Team aus der Kita Elfenwiese den Kompetenzschwerpunkt in der Betreuung und Förderung von Kindern mit schweren Behinderungen in die Integrations-Kita Schneverdinger Weg verlagern. Die Teams sind dazu bereits im konkreten Austausch mit den Mitarbeitenden und den Eltern.

Warum ist die Schließung des Standorts Elfenwiese unumgänglich?

Zunächst sei festgehalten: Der Standort schließt nicht wegen eines Marders. Der ausschlaggebende Grund ist die fehlende Möglichkeit einer wirtschaftlichen Sanierung des hoch sanierungsbedürftigen Gebäudes. Der Marder hat die Entscheidung über eine befürchtete Schließung allerdings zuletzt beschleunigt. Um das Gebäude dauerhaft für die Tiere zu verschließen, ist die Sanierung von Dach und Fassade des 50 Jahre alten Gebäudes notwendig. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf mindestens 2 Mio. Euro nur für die Dach- und Fassadensanierung. Zusätzlich muss dann auch eine gesamte energetische Sanierung inkl. Heizung, Haustechnik, Innenräume, Sanitär, Böden usw. erfolgen, in ge-schätzter Höhe von mindestens 8 Mio. Euro. Bei einem Bau aus den 1970er Jahren muss man zudem damit rechnen, dass während der Bauarbeiten weiterer Sanierungsbedarf entdeckt wird.

Die Elbkinder gGmbH hat das Gebäude laufend instandgehalten und allein in den vergangenen 10 Jahren über 700.000 Euro investiert. Eine Grundsanierung von Gebäuden setzen Baufachleute nach rund 50 Jahren an. Dieses Alter ist nun erreicht und eine Grundsanierung wäre in den nächsten Jahren durchzuführen. Auch dafür müsste der Betrieb eingestellt werden.

Bevor sich die Elbkinder für eine Schließung entscheiden, werden alle Optionen des Weiterbetriebs bewertet. Als öffentliches Unternehmen in privater Rechtsform müssen die Elbkinder die Wirtschaftlichkeit ihrer Häuser dabei immer im Blick haben: Eine Investition muss sich langfristig aus den Einnahmen refinanzieren. Die erforderlichen, sehr hohen Sanierungskosten der Kita Elfenwiese können von der Elbkinder gGmbH über die Kita-Gutscheine nicht erwirtschaftet werden. Dies und auch eine Querfinanzierung innerhalb des Trägers wurden gründlich geprüft und aus guten Gründen verworfen.

Aufgrund der über 170 Kita-Standorte ist es den Elbkindern im Gegensatz zu kleineren Trägern aber möglich, die Kinder in einer anderen Kita in der Region weiterzubetreuen und die gewohnte Fachkompetenz dort ebenfalls zu bieten.

Wie füllen die Elbkinder ihre Verantwortung gegenüber den Familien mit Leben?

Bei den Elbkindern gibt es großes Verständnis dafür, dass die Verlagerung des Inklusionsangebots an einen anderen Standort für die betroffenen Kinder und Familien eine erhebliche Veränderung bedeutet, insbesondere da sie im Alltag ohnehin ganz besondere Herausforderungen zu bewältigen haben. Deshalb wurden alle Argumente bei dieser schwierigen Entscheidung gründlich abgewogen. Trotzdem ist, bei allem Verständnis für diese Anliegen, eine Verlagerung leider unumgänglich, da die zwingenden Gründe für die Kita-Schließung weiter bestehen.

Die Kita-Leitung ist noch Ende 2025 in die Einzelgespräche mit den Eltern eingestiegen und laufend mit ihnen im Kontakt. Die aufnehmenden Integrations-Kitas haben Besuchstermine angeboten und stehen den Eltern ebenfalls für Fragen und Sorgen zur Verfügung. Wir verlassen die Elfenwiese nicht leichtfertig – aber gemeinsam, mit Zeit für die Umgewöhnung und keiner geht allein. Und: Das Wohl der Kinder und ihre individuellen Bedarfe stehen unverändert im Mittelpunkt. Die beteiligten Kita-Teams sind hoch motiviert und begleiten die Kinder und ihre Familien mit voller Unterstützung. Jedes Kind aus der Elfenwiese erhält einen guten Betreuungsplatz in einer der beiden nicht weit entfernten Integrations-Kitas Schneverdinger Weg oder Baererstraße.

Wir werben weiter um Verständnis bei den betroffenen Familien für diese leider unumgängliche Entscheidung, in dem Wissen um die zusätzlichen Belastungen für die Kinder und ihre Eltern.

 


Pressekontakt
Anna Fuy, Teamleitung Unternehmenskommunikation
presse@elbkinder-kitas.de